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Deutsch verbindet: Ein Tag der Begegnungen an der GISA

Verfasst am 31. Oktober 2026
Deutsch verbindet: Ein Tag der Begegnungen an der GISA

Deutsche Internationale Schule Accra begrüßt Gäste aus Bildung und Diplomatie – Neue Kooperation mit der University of Education, Winneba

Auf der Bühne erklangen deutsche Lieder, Schülerinnen und Schüler präsentierten kreative Projekte, und zwischen den Programmpunkten entstanden Gespräche über Schul- und Landesgrenzen hinweg: Der Tag der deutschen Sprache am 31. Oktober an der Deutschen Internationalen Schule Accra (GISA) zeigte, wie Sprache Menschen zusammenbringen kann. Als Gastgeberin und Brückenbauerin öffnete die Schule ihre Türen für Deutschlernende, Studierende, Lehrkräfte, Familien und Gäste aus unterschiedlichen Einrichtungen.

Zur Begrüßung sprachen der Schweizer Botschafter Dr. Thomas Oertle, Sandra Gintsberger, Erste Sekretärin und Leiterin des österreichischen Kulturforums, sowie Sarah Pfaffernoschke, stellvertretende deutsche Botschafterin. Ihre gemeinsame Präsenz unterstrich die Vielfalt des deutschsprachigen Raums und seine Verbindungen zu Ghana. Deutsch als gemeinsame Sprache eröffnet Möglichkeiten für Bildung, kulturellen Austausch und persönliche Begegnungen – dieser Gedanke prägte den Nachmittag.

Schulleiter Rainer Kropp-Kurta begrüßte die Gäste an einer Schule, deren Leitmotiv „Brücken bauen“ an diesem Tag ganz konkret erfahrbar wurde. Auch der Deutschlehrerverband Ghana und ÖSD Ghana / König Language School wirkten am Auftakt mit.

Im Mittelpunkt des Bühnenprogramms standen die Schülerinnen und Schüler sowie die Studierenden. Die University of Education, Winneba (UEW) präsentierte das Theaterstück „German TV Studio Live“, die University of Cape Coast beteiligte sich mit Liedern und Gedichten. Beiträge der Robert Memorial Complex School of Accra, von UniMAC, der König Language School und des Collège St. Pierre Claver spannten einen Bogen von Gedichten und kulturellen Darbietungen bis zum Poetry-Slam. Der Bezalel Educational Complex und die Opoku Ware School brachten mit „Auf uns“ von Andreas Bourani und „An guten Tagen“ von Johannes Oerding deutschsprachige Popmusik auf die Bühne. Die GISA steuerte einen Liedbeitrag und einen Gruppentanz bei.

Wie vielseitig die Beschäftigung mit deutscher Sprache und Kultur sein kann, zeigten auch die Projektarbeiten der GISA. In der Grundschule entstanden Film- und Stop-Motion-Arbeiten, Tonarbeiten und selbst gestaltete Tic-Tac-Toe-Spiele; weitere Angebote widmeten sich deutschen Festen. Die Sekundarstufe gestaltete mit einem Kalender eine „Reise durch die Jahreszeiten“, beschäftigte sich mit deutscher Kunst und untersuchte Migrationsgeschichten zwischen Deutschland und Chile, Brasilien und Texas sowie zwischen der Türkei und Deutschland.

Hinzu kamen die kreativen Arbeiten aus dem Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht: Die Schülerinnen und Schüler hatten deutsche Klatschreime recherchiert, eingeübt und in Postern sowie Erklärvideos aufbereitet. Gedichte und Poetry-Slam eröffneten weitere Möglichkeiten, eigene Gedanken auf Deutsch auszudrücken. Sichtbare Spuren hinterließ zudem das Street-Art-Projekt unter der Leitung von Clemencia Mayoga, mit dem die beteiligten Schülerinnen und Schüler das Schulgelände künstlerisch mitgestalteten.

Landestypische Speisen begleiteten das Programm kulinarisch. Eine Kinderbetreuung und Angebote für die jüngeren Gäste machten den Tag auch für Familien zu einem gemeinsamen Erlebnis. Zwischen Bühnenprogramm, Projektpräsentationen und Essen blieb Raum für wertvolle Begegnungen: Lehrkräfte tauschten Erfahrungen aus, Studierende lernten die Schule kennen, und Familien kamen mit Gästen ins Gespräch.

Einen besonderen Höhepunkt bildete die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der GISA und der University of Education, Winneba. Sie schafft eine Grundlage für die weitere Zusammenarbeit zwischen Schule und Hochschule. Angestrebte Hospitationen von Studierenden sollen den Austausch künftig auch im Schulalltag verankern und Einblicke in die Vermittlung der deutschen Sprache ermöglichen.

Zum Gelingen trugen die beteiligten Einrichtungen ebenso bei wie das gesamte GISA-Team, das mit sorgfältiger Vorbereitung und herzlicher Gastfreundschaft den Rahmen schuf. Die Schule erwies sich als ein Ort, an dem unterschiedliche Menschen und Perspektiven zusammenfinden. Über das Fest hinaus bleiben neue Kontakte, gemeinsame Erfahrungen und die Aussicht auf weitere Zusammenarbeit. Das Fazit dieses Tages: Deutsch verbindet.