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Klassenfahrt nach Togo – Fünf Tage voller Abenteuer und Begegnungen

Verfasst am 07. November 2026
Klassenfahrt nach Togo – Fünf Tage voller Abenteuer und Begegnungen

Vom 2. bis zum 6. November machte sich die Klasse 8 der Deutschen Internationalen Schule Accra auf den Weg ins Nachbarland Togo. Unser Ziel war die Region rund um Kpalimé. Auf dem Programm standen Wasserfälle, historische Orte, eine Wanderung auf den höchsten Berg Togos und natürlich jede Menge gemeinsame Erlebnisse. Dass eine solche Reise auch Geduld, Flexibilität und Teamgeist erfordert, sollten wir bereits am ersten Tag feststellen.

Montag – Anreise und erstes Ankommen

Unsere Anreise dauerte etwas länger als geplant. Die Formalitäten an der Grenze und der notwendige Wechsel zu einem anderen Grenzübergang kosteten Zeit. Anschließend führte uns die Strecke über eine holprige Piste, auf der wir ordentlich durchgeschüttelt wurden.

Umso größer war die Freude, als wir schließlich unsere Unterkunft erreichten: die Residence Simba, etwas außerhalb von Kpalimé und mitten im Grünen gelegen. Dort wurden wir von Mathias und seinem herzlichen Team empfangen.

Nach der Zimmeraufteilung richteten wir uns erst einmal ein und machten uns mit unserer neuen Umgebung vertraut. Dazu gehörten auch einige kleine Mitbewohner wie Ameisen und Moskitos sowie gelegentliche kurze Stromausfälle. Ein wenig Eingewöhnung gehörte also dazu!

Beim gemeinsamen Abendessen gab es gleich eine kulinarische Entdeckung: Einige Schülerinnen und Schüler probierten zum ersten Mal Couscous. Außerdem lernten wir unseren Tourguide Eric kennen, der den Spitznamen „Le Boucan“ trägt. Mit seiner guten Laune, seinem Wissen und seinem Gespür für die Gruppe wurde er schnell zu einem festen Bestandteil unserer Reisegemeinschaft.

Zum Abschluss des Tages konnten wir noch den Pool ausprobieren. Danach machte sich die lange Anreise bemerkbar: Wir schliefen wie die Steine – begleitet von einem kräftigen nächtlichen Regenschauer.

Dienstag – Château Viale und die Wasserfälle von Kpimé und Akakpotoe

Am Dienstagmorgen konnten wir die Umgebung unserer Unterkunft erstmals richtig genießen. Vom Pool und dem Essbereich aus bot sich ein herrlicher Blick ins Grüne. Bei unserem ersten gemeinsamen Frühstück kam besonders die selbstgemachte Konfitüre gut an.

Anschließend führte uns unser Tagesausflug zum Château Viale. Wir erkundeten das Gebäude, erfuhren etwas über seine Geschichte und genossen die weite Aussicht über die Landschaft. Für besondere Spannung sorgten die Erzählungen unseres Guides über angebliche Fluchttunnel in Richtung Ghana. Wir entschieden uns allerdings für den gewöhnlichen Ausgang und fuhren zum Mittagessen zurück zur Residence Simba.

Am Nachmittag konnte leider nicht die gesamte Gruppe mitkommen. Wer eine Pause brauchte, blieb gut betreut in der Unterkunft. Für die anderen ging es zunächst zur Cascade de Kpimé, wo wir den Wasserfall bestaunten und Erinnerungsfotos machten.

Anschließend führte uns die Fahrt über steinige Pisten zur Auberge la Montagne Verte. Von dort wanderten wir auf schmalen Pfaden durch Felder und dichte Vegetation zur etwas abgelegeneren Cascade de Akakpotoe. Mitten in der Natur unterwegs zu sein und am Ende den Wasserfall zu erreichen, war ein besonderes Erlebnis.

Auf dem Rückweg legten wir noch einen kurzen Stopp am Staudamm Barrage de Kpimé ein. Zurück in der Unterkunft trafen wir beim gemeinsamen Abendessen wieder zusammen und erzählten von unseren Entdeckungen.

Mittwoch – Togoville und eine Bootsfahrt auf dem Lac Togo

Der Mittwoch begann mit einer Yoga-Einheit von Frau Mayoga am Pool. Im Hintergrund war der Mont Agou zu sehen – unser Wanderziel für den kommenden Tag.

Danach brach die Ausflugsgruppe in Richtung Togoville am Lac Togo auf. Frau Mayoga blieb zur Betreuung in der Unterkunft. Die Fahrt dauerte mit etwa vier Stunden deutlich länger als erwartet. Unterwegs erfuhren wir einiges über die deutsche Kolonialgeschichte in Togo und die historischen Verbindungen zwischen beiden Ländern.

Am See angekommen, stärkten wir uns zunächst mit dem mitgebrachten Mittagessen. Anschließend ging es aufs Wasser: Bei einer kleinen Bootstour konnten wir die Umgebung aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Dabei durften Kekeli und Herr Mensah auch ihre Fähigkeiten als Steuermänner unter Beweis stellen.

Nach diesem schönen Ausflug stand uns erneut eine längere Fahrt bevor. In der Residence Simba wartete schließlich ein spätes Abendessen auf uns – ein willkommener Abschluss dieses ereignisreichen Tages.

Donnerstag – Auf zum Mont Agou und eine süße Überraschung

Am Donnerstag konnten wir glücklicherweise wieder als vollständige Gruppe aufbrechen. Bei schönem Wetter starteten wir unsere etwa zehn Kilometer lange Wanderung auf den Mont Agou, den höchsten Berg Togos.

Zunächst ging es auf asphaltierten Straßen durch die grüne Landschaft. Später führte unser Weg über schmale, steinige Pfade steil bergauf. In einem hoch gelegenen Dorf legten wir eine Pause ein, genossen die Aussicht und sammelten Kraft für den letzten Abschnitt.

Der Aufstieg zum Gipfel verlangte uns einiges ab. Umso größer war die Freude, als wir oben ankamen und unseren gemeinsamen Erfolg feiern konnten. Natürlich durfte auch das Gipfelfoto nicht fehlen!

Für den Rückweg wartete eine angenehme Überraschung: Da eine Straße bis zum Gipfel führt, konnte unser Bus uns dort abholen. Nach dem anstrengenden Aufstieg nahmen wir diese Möglichkeit gerne an.

Zurück in der Unterkunft gab es nach dem Mittagessen eine besondere Kostprobe: frisches Zuckerrohr, das wir vom Mont Agou mitgebracht hatten. Während einige begeistert waren, hatten andere eher das Gefühl, auf einem Ast herumzukauen.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir gemeinsam in der Unterkunft. Nach der Wanderung tat es gut, sich auszuruhen und die gemeinsame Zeit zu genießen.

Beim letzten Abendessen mit gegrilltem Hähnchen bedankten wir uns bei unseren Gastgebern. Der herzliche Abschied zeigte, wie wohl wir uns in diesen wenigen Tagen gefühlt hatten. Aus Begegnungen waren Freundschaften geworden.

Freitag – Au revoir, Togo!

Am Freitag hieß es schließlich Koffer packen und Abschied nehmen. Die Abreise aus der Residence Simba verlief reibungslos. Unterwegs mussten wir an Kontrollstellen und beim Grenzübertritt noch einmal Geduld aufbringen.

Als es bei einer Kontrolle Klärungsbedarf gab, setzten sich Herr Mensah und Frau Mayoga engagiert für die Schülerinnen und Schüler ein. Nachdem die Situation geklärt war, konnten wir unsere Heimreise fortsetzen.

Schließlich kamen wir alle sicher und wohlbehalten an der Deutschen Internationalen Schule Accra an. Die Wiedersehensfreude war Eltern und Kindern deutlich anzusehen.

Eine Reise, die verbindet

Hinter uns lagen fünf Tage voller neuer Eindrücke, beeindruckender Landschaften und herzlicher Begegnungen. Wir hatten Wasserfälle entdeckt, einen Gipfel erklommen, unsere Französischkenntnisse erprobt und viel über Ghanas Nachbarland Togo und seine Geschichte gelernt.

Nicht immer verlief alles nach Plan. Doch gerade dabei waren Geduld, gegenseitige Rücksichtnahme und Zusammenhalt gefragt. Wir meisterten Herausforderungen gemeinsam und wuchsen als Gruppe enger zusammen.

Eine Klassenfahrt voller Abenteuer, gemeinsamer Erfolge und schöner Begegnungen – und eine Reise, an die wir uns noch lange gerne erinnern werden!