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Auf dem Weg zur Oberstufe: Die GISA bereitet den nächsten großen Entwicklungsschritt vor

Verfasst am 24. September 2026
Auf dem Weg zur Oberstufe: Die GISA bereitet den nächsten großen Entwicklungsschritt vor

Die GISA wächst – und mit ihr wachsen die Möglichkeiten für ihre Schülerinnen und Schüler. In den vergangenen Jahren wurde die Sekundarstufe Schritt für Schritt aufgebaut. Mit jedem neuen Jahrgang rückt damit auch ein wichtiges langfristiges Ziel näher: ein vollständiger Bildungsweg an der GISA bis zum Ende der Klasse 12.

Ein zentraler Baustein dieser Entwicklung ist das gemischtsprachige International Baccalaureate, kurz GIB. Dabei handelt es sich um eine besondere Form des international anerkannten IB Diploma Programme, die den deutschen Bildungsauftrag einer Deutschen Auslandsschule mit einem international ausgerichteten Oberstufenabschluss verbindet. Unterricht und Prüfungen finden – je nach Fach – auf Deutsch und Englisch statt. Deutsch bleibt damit ein wesentlicher Bestandteil des schulischen Profils, gleichzeitig eröffnet das Programm den Schülerinnen und Schülern einen international anschlussfähigen Bildungsweg.

Für die GISA ist das GIB deshalb weit mehr als ein neuer Abschluss. Es bietet die Chance, den bereits begonnenen Aufbau der Sekundarstufe konsequent fortzuführen und den Schülerinnen und Schülern künftig einen durchgängigen Bildungsweg vom Kindergarten bis zum Abschluss der Klasse 12 an einem Ort zu ermöglichen.

Der geplante nächste große Schritt ist die Einrichtung der Klasse 11 im Schuljahr 2028/29. Bis dahin liegt noch viel Entwicklungsarbeit vor der Schule: Fachangebote müssen geplant, Lehrkräfte entsprechend vorbereitet und fortgebildet, sprachliche Voraussetzungen weiterentwickelt und die organisatorischen sowie räumlichen Bedingungen geschaffen werden. Auch Fragen der Studien- und Berufsorientierung, des selbstständigen Lernens und der akademischen Arbeitsweisen gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.

Einen wichtigen Impuls für diese Entwicklung erhielt Schulleiter Rainer Kropp-Kurta im September durch den vierwöchigen IB-Workshop „Head of School – Diploma Programme Category 1“. Der Workshop bestätigte die strategische Grundrichtung der GISA und machte zugleich deutlich, dass erfolgreiche Oberstufenarbeit nicht erst mit dem Beginn der Klasse 11 entsteht.

Kompetenzen wie selbstständiges Lernen, Recherche, Reflexion, Zusammenarbeit, Präsentation und ein bewusster Umgang mit Feedback müssen über viele Jahre hinweg aufgebaut werden. Genau darin liegt eine große Chance für die gesamte GISA: Die Vorbereitung auf das GIB kann Impulse geben, die weit über die künftige Oberstufe hinausreichen – für Unterrichtsentwicklung, Sprachbildung, Zusammenarbeit im Kollegium, Assessment und die zunehmende Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler.

„Der Weg zum GIB ist für uns nicht einfach die Einführung eines neuen Abschlusses. Er ist die konsequente Weiterentwicklung dessen, was wir an der GISA seit Jahren aufbauen: einen vollständigen, anspruchsvollen und zugleich internationalen Bildungsweg für unsere Schülerinnen und Schüler“, sagt Schulleiter Rainer Kropp-Kurta.

Besonders gut passt dieser Entwicklungsweg zum Leitgedanken der Schule: „Building Bridges“. Als Deutsche Internationale Schule in Ghana verbindet die GISA schon heute unterschiedliche Sprachen, Kulturen und Bildungstraditionen. Das GIB bietet die Möglichkeit, diese Stärke auch in der Oberstufe konsequent weiterzuführen – mit einem klaren deutschen Profil und zugleich einer starken internationalen Perspektive.

In den kommenden beiden Schuljahren wird die GISA die notwendigen Strukturen Schritt für Schritt weiterentwickeln. Dazu gehören unter anderem die Planung des zukünftigen Fächerangebots, die Vorbereitung der Lehrkräfte, der weitere Ausbau der deutschen Sprachförderung und der Austausch mit Schulen, die bereits erfolgreich ein GIB anbieten. Für Januar 2027 ist beispielsweise ein Arbeitsbesuch an der Deutschen Botschaftsschule Addis Abeba geplant, deren Erfahrungen für die eigene Entwicklung besonders wertvoll sind.

Rainer Kropp-Kurta sieht darin einen wichtigen nächsten Schritt: „Wir wollen nicht einfach ein Modell übernehmen. Wir wollen sehr genau prüfen, welche Erfahrungen zu unserer Größe, unserer Schülerschaft und unserem Profil passen und daraus ein GIB entwickeln, das langfristig wirklich zu Accra und zur GISA gehört.“

Der Weg bis 2028 ist anspruchsvoll – vor allem aber eröffnet er große Chancen. Die GISA entwickelt sich damit weiter von einer wachsenden Schule mit Sekundarstufe hin zu einer Schule mit einem vollständigen, international anschlussfähigen Bildungsweg bis Klasse 12.

Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet dies vor allem eines: mehr Perspektiven für ihre Zukunft – in Ghana, in Deutschland und weltweit.